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Der letzte Term...

Da sitze ich nun auf meinem blauen Bett, als wäre ich nicht weg gewesen... Über drei Wochen war ich jetzt zu Hause in Deutschland! Obwohl das ja eigentlich gar nicht soo lange ist, hatte ich mich schon wieder dermaßen an Familie und Freunde gewöhnt, dass mir der Abschied doch etwas schwerer fiel als gedacht. Aber nun bin ich hier, die Sonne strahlt in mein Zimmer, ich habe schon alles ausgepackt und mir geht’s gut – abgesehen von dem Genervtsein darüber, dass mein Laptop keine W lan-Verbindung kriegt. (Verdammter Mist, was ist das jetzt schon wieder?...! Ich versuche, das hier dann am PC des Careers Centres hochzuladen...)

Aber jetzt erst mal ne kurze Ferienzusammenfassung! Aaaalso, Ostern habe ich natürlich mit der Familie verbracht und mich danach ins „Wiedersehensgetümmel“ geworfen – sowohl im Kreis Fulda als auch in Frankfurt. Das war total toll! Es war so schöööön, euch alle wiederzusehen! Die Vorfreude auf meine dauerhafte Rückkehr ist jedenfalls enorm gestiegen! Ein zusätzlicher Grund dafür ist natürlich auch, dass ich – nachdem Heike mich darauf aufmerksam gemacht und ich mich um die Formalitäten gekümmert habe – für mein restliches Studium keine Studiengebühren bezahlen muss! An der Uni Frankfurt gibt es die Regelung, dass die 10% Besten eines Studiengangs von den Gebühren befreit werden! Endlich hat es sich mal gelohnt, dass ich in meinem Studium nicht dem Motto „Vier gewinnt“ gefolgt bin, sondern mich immer bemüht habe. Juhu!! Mein anderer Universitätserfolg war außerdem, dass ich meine beiden letzten Geschichtsscheine vom SoSe 2007 abholen konnte und nun wirklich richtig echt SCHEINFREI bin. Echt gut nach 6 Fachsemestern; da muss ich mich mal loben.

Und nun bin ich also zurück in Rugby für die letzten knapp drei Monate meiner assistant-Zeit. Unglaublich, wie schnell die 7 Monate davor vergangen sind! Oh Mann! Meine Nachfolgerin Ina habe ich übrigens in den Ferien auch schon getroffen! Zum Glück ist sie nett.

Ich bin heute Morgen her geflogen und es hat alles super geklappt: Das Flugzeug landete 10 Minuten zu früh in Birmingham, ich konnte gleich in den Zug hüpfen und in Rugby fuhr auch sofort ein Bus – besser hätte es nicht laufen können.
An dieser Stelle muss ich mich unbedingt bei Janina und Bernd bedanken, die mich nicht nur schon gestern Abend zu sich eingeladen, bekocht und umsorgt haben, sondern mich heute früh sogar höchstpersönlich zum Flughafen begleiteten!! Das fand ich wirklich wahnsinnig lieb und ich bin total dankbar!

Am Montag stürze ich mich dann in den Schulalltag. Zu Beginn steht sicherlich wieder eine school assembly an und danach dann der normale Unterricht. Ich freue mich schon wieder sehr darauf, vor allem da es nun noch mal spannend und schrecklich aufregend wird, wenn meine „Kleinen“ auf ihre Prüfungen zusteuern! Ich bin wahrscheinlich bereits genauso nervös wie sie. *g*

Anyway, ich melde mich bald wieder und freue mich, wenn ich auch mal von euch höre! Alles Liebe aus Rugby!

1 Kommentar 12.4.08 19:22, kommentieren



Der Halfterm ist schon geplant, yeah!

Ein sonniges Hallo aus Rugby!
Ich genieße gerade meinen freien Nachmittag und es tut gut, einfach nicht darüber nachzudenken, was ich morgen eigentlich mit meinen Schülern machen werde. Naja, das Meiste hab ich eh schon geplant. Bin ja eine verlässliche Lehrerin. Meine Schüler dagegen haben nicht wirklich viel in den Ferien für Deutsch getan, was bei manchen kein Problem ist, für andere aber schon... Für meine Problemschülerin z.B. seh ich schwarz. Das Bisschen, was sie aus den 4 Stunden pro Woche seit September mit mir mitgenommen hat (ich schätze mal, von der gesamten deutschen Basisgrammatik dürfte 1/50 oder so hängen geblieben sein, wenn überhaupt), hat sie über die Ferien vergessen. Fantastisch!

Eine andere negative Sache ist, dass Jennie (unsere Mentorin), die ja schwanger war, ihr Baby in den Ferien auf die Welt gebracht hat und nun leidet der Kleine an einer schweren Krankheit und hat keine langfristigen Überlebenschancen (max 2 Jahre). Davon ist die Stimmung im Department natürlich überschattet. Die Schüler dürfen erst mal nichts davon erfahren. Wir sind alle schrecklich traurig, weil Jennie sich so sehr ein zweites Kind gewünscht hatte und jetzt das...

Ich sollte lieber mal irgendwas Positives erzählen!

Zum Beispiel, dass ich gestern mein Anmeldeformular für den Leaver's Ball (so ne Art Abiball mit dinner davor und Frühstück danach) abgegeben habe und dass das Department die Kosten von 30 Pfund dafür übernimmt! Voll Cool!

Außerdem ist noch eine schöne Nachricht, dass mein Laptop seit Montag wieder eine Verbindung ins Netzwerk hat! Es war ein allgemeiner Serverausfall, supi...

Ansonsten bin ich gerade furchtbar stolz auf mich, weil ich gestern meine nächsten Ferien geplant und gebucht habe! Da ich ja leider niemanden überzeugen konnte, mich zu begleiten, werde ich alleine (!) nach Schottland und Nordengland fahren!
Ich habe nur eine „kleine Tour“ geplant und werde mir Loch Ness usw. für einen späteren Besuch aufheben. Meine Ziele für Ende Mai sind jetzt erst mal Glasgow, Edinburgh, Newcastle upon Tyne und Durham. Wenn ich daran denke, krieg' ich schon ein nervöses Kribbeln im Bauch. *g*

Und sonst?
Gestern Abend war ich lange in Dean House und hab mich ewig mit Amy unterhalten. Ich hab sie total gerne, nur leider hat sie wie die meisten Lehrer nicht viel Freizeit...
Morgen Abend soll's mal wieder eine movie night mit Marco, Laura und Marie geben, ich hoffe, es klappt. Am Freitag steht ein Quiz-Abend mit Bar an (Lehrerteams quizzen gegeneinander und mampfen Pizza) – vielleicht geh ich da auch hin, mal schauen. Und am Samstag gibt's die große Griffin Garden Party, eigentlich ein Abend für die älteren Schüler, aber natürlich werden die zu Griffin gehörenden Lehrer gebeten, als Aufsichtspersonen dabei zu sein. Wenigstens werden wir auch mit Wein versorgt und dürfen uns mit den Schülern am Schokobrunnen laben. *g*

Auf Grund dieser Aktivitäten werde ich wohl ausnahmsweise mal nirgendwohin fahren am kommenden Wochenende, wirklich ungewöhnlich für mich.

In diesem Sinne bis bald!
Und liebe Grüße!!!

1 Kommentar 16.4.08 17:53, kommentieren

Quiz Night, Griffin Garden Party etc.

So, seit meinem letzten Eintrag ist die Woche so ziemlich dahingeflogen. Trotzdem fühlt es sich so an, als ob ich schon wieder mindestens 2 bis 3 Wochen hier wäre!
Ich habe unter der Woche eigentlich genau das unternommen, was ich vorhatte. So habe ich z.B. sowohl Donnerstag als auch Freitag UND Samstag ewig mit Sylvia gechattet, weil wir unser nächstes Treffen planen mussten und da wir ein bisschen spät dran waren, stellte es sich als durchaus schwierig heraus, noch einigermaßen bezahlbare 3 Tage zu verplanen. Wir werden schließlich doch wieder nach London fahren und ich freue mich schon riesig. Es ist so toll, Besuch zu bekommen bzw. Freunde zu treffen, wenn man in einem fremden Land ist.

Am Donnerstag fand wie verabredet unser erster DVD-Abend nach den Ferien statt: Marie, Laura, Marco und ich schauten dieses Mal „Sophie Scholl“. Bisher hatte ich mich immer gedrückt, diesen Film zu sehen, weil ich ja sowieso weiß, wie er ausgeht... Aber wenn Engländer und eine Französin schon freiwillig was auf Deutsch gucken wollen, konnte ich ja nicht nein sagen. Natürlich ist der Film auch super gemacht, doch schrecklich bewegend. Schwere Kost eben.

Am Freitag hatte ich einen komplett schönen Tag. Beim Mittagessen in Sheriff waren Marie und ich neben 5 Männern die einzigen weiblichen Gäste. Ich durfte wieder bei meinen kleinen frechen F-Block-Jungs sitzen. *freu* Nach einem meeting im department und einer kurzen Pause hielt ich meine letzte Stunde des Tages. Als ich meine eMails las, fand ich die Nachricht von meinem Bruder und meiner Mutter, dass Sebi für die Teilnahme am hr1-RockLegends Workshop ausgesucht wurde und am Abend im Radio sein würde. Ich las es natürlich gleich online nach: http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/huenfeld/dezentral/huenfeld/art14184,574500 , freute mich total und gratuliere dir hiermit nochmals herzlichst, Sebi! Werd ja berühmt, damit ich alle Fotos von dir verscherbeln kann! *gggg* Nein, nein, sowas würde ich ja nie tun. Inzwischen hat mir mein lieber Bruder auch eine Aufnahme aus dem Radio geschickt, damit ich mir alles anhören kann.

Nun aber mal zurück zum Tagesgeschehen. Nachdem ich aus dem department in die WG angekommen war, hatte ich noch Zeit, um – wie oben bereits angesprochen – mit Sylvia zu chatten. Im Anschluss machte ich mich dann aber hastig auf den Weg zur Quiz Night!

Es traten verschiedene Teams aus Lehrern gegeneinander an. Ein Lehrer las in 5 Runden Fragen vor, die schriftlich beantwortet werden mussten und dann wurde ausgezählt. Dabei gab es Drinks wie immer und es wurde Pizza bestellt, mjam! Ich freute mich riesig, dass ich mit Rob, Andrea und Mark (den Musikern!) eine Gruppe bildete, die sich nach meinem T-Shirt „Denken hilft“ nannte. *g* Marie hatte nämlich ihre Laurianne (blöde frz. Freundin) mitgebracht und mit der wollte ich keinesfalls in eine Gruppe, so dass die beiden mit Noemi und Maria eine Gruppe darstellten (United Foreigners). In der Pause half ich Laura in der Bar aus, da sich sonst keiner erbarmte und sie ein wenig überfordert war – es waren nämlich extrem viele Leute gekommen! Richtig voll! Mit Rob und Co war's jedenfalls superlustig, obwohl wir durch die Sport-Runde dann doch noch von Platz 3 auf Platz 6 abrutschten. (Die Bereiche waren Allgemeinbildung, Geographie, Sport, Musik und Film/Literatur.) Aber immerhin erreichten wir 55 Punkte, während die „United Foreigners“-Gruppe gerade mal 18 Fragen richtig beantwortete. Hehe.. Oh ich bin gar nicht fies... Nein!

Am Samstag pennte ich erstmal richtig schön lange (also bis kurz vor 11h) und verbrachte den halben Tag vor dem Laptop zwecks Buchungen und Recherchen für London. Zwischendurch, so gegen 14.30h, kam Maria „zu Besuch“ und obwohl ich ihr sagte, dass ich chatte, setzte sie sich auf meinen Fußboden, später legte sie sich auf meinen Teppich, zählte meine Schuhe und ich redete vielleicht in über 30 Minuten, die sie da war, 10 Sätze mit ihr, da ich ja nun mal mit Sylvia chattete und wichtige Entscheidungen treffen musste. Das ist so eine typische Maria-Aktion. Gelangweilt, allein – also guck ich mal, was die Irene so macht. Aufregend...

Später machte ich mich fertig, um zur lang erwarteten „Griffin Garden Party“ zu gehen. Zuerst half ich im Empfang und musste die Schülerausweise sortieren und die ankommenden Schüler abhaken. Später stürzte ich mich ins Geschehen. Das Motto war übrigens „Welcome to the Oscars“. Jedes Boarding House hatte 2 bis 3 Filme zugewiesen bekommen und die Schüler (nur die zwei letzten Jahrgänge waren eingeladen, also die 16-18jährigen) mussten sich dementsprechend kleiden. Manche Kostüme waren echt der Hammer, Jungs in Kleidchen, „schwangere“ Mädels, Bunnies usw. Ich traf viele meiner Schüler und hatte viel Spaß mit ihnen – sie waren u.a. als Rapper (8 mile), Tiger (Dschungelbuch) oder Nazgul (Herr der Ringe) verkleidet. Hihi.. Später unterhielt ich mich natürlich auch mit den anwesenden Lehrern und Jonathan zeigte mir schließlich den Weg zum Schokoladenbrunnen...... Ich gönnte mir aber nur ein Marshmallow (das oder der Marshmallow?) mit Schokolade.
Im Zelt, wo es recht angenehm warm war, bezog ich dann erst mal „Wachposition“ *g*, quatschte immer wieder mit unterschiedlichen Leuten und machte ein paar Fotos. Um 22.25h war alles zu Ende – länger gibt's hier nämlich nie Parties für die Schüler. Das war ein richtig cooler Abend, obwohl es doch noch ein wenig komisch ist, dass ich mich mit meinen Schülern besser unterhalten kann als mit den meisten Lehrern. Bin halt doch noch eher die jüngere Generation...

Heute habe ich sogar noch länger geschlafen als gestern, unfassbar! Ok, da ich letzte Nacht noch ein paar Episoden der BBC Verfilmung von „Mansfield Park“, Jane Austen, geschaut habe, kann ich es schon nachvollziehen, aber ich habe hier noch nie länger als 11h gepennt!
Bisher habe ich an diesem Sonntag nichts Besonderes geleistet, nur noch Theatertickets für Sylvia und mich in London bestellt.
Inzwischen musste ich mein fleißiges Schreiben unterbrechen und habe in Griffin zu Abend gegessen. Jetzt bin ich on duty und da Mrs Naylor (meine Housemistress) bei einer Drama-Aufführung ist und meine Matron Liz zwischen 7pm und 9pm frei hat, bin ich gerade allein verantwortlich für das ganze Haus. Ahh! Eben habe ich meinen ersten Rundgang für heute gemacht und nun sitze ich wieder neben dem Telefon. Vorhin musste ich sogar schon mal rangehen! Spannend! *g*

In diesem Sinne bis bald und liebste Grüße!

20.4.08 20:51, kommentieren

Sportliche Misserfolge

Oh je, beinah hätte ich „Unerfolge“ geschrieben! *g* Ich bin wohl schon zu lange im Ausland...

Tja, ich bin gerade ziemlich enttäuscht, da ich erfahren habe, dass mein idiotischer Lieblingssnookerspieler heute in der ersten Runde der Weltmeisterschaft AUSGESCHIEDEN ist! Ahhhhh! Das heißt, dass ich, wenn ich am Donnerstag nach Sheffield fahre und dafür extra einen halben Schultag umgelegt und Unmengen Geld bezahlt habe, nicht mal Mark Selby spielen sehen werde, sondern Peter Ebdon gegen Mark King. Ist das zu fassen? Wääh! Ich bin so traurig und sauer in diesem Augenblick.

Und der andere sportliche Misserfolg, den ich beim letzten Blogschreiben verdrängt hatte, ist natürlich die Niederlage „meiner“ Borussia im DFB-Pokal am Samstag. Schon am späten Abend hatte ich es nachgelesen, aber auch von einem Schüler, mit dem ich immer über Fußball quatsche, erreichte mich eine entsprechende eMail: „Oh Irene my prophecies have turned out right and I must send to you my commiserations. Dortmund are the losers. Perhaps you can still find consolation in how they held on to extend the play to 120 minutes. Edwin” (Ich habe Edwin übrigens bei einem Konzert in der Schule im Oktober kennen gelernt, aber er ist keiner meiner Schüler. Bei eben diesem Konzert waren wir beide so ziemlich die einzigen Personen unter 30 und kamen daher schnell ins Gespräch. *g* Ich konnte ihn leider bisher nicht dazu bekehren, noch Deutsch zu lernen...)

Anyway, meine letzte sportliche Enttäuschung ist zur Zeit schließlich noch, dass ich schon seit Tagen versuche, eine Karte für ein Rugbyspiel in der Nähe zu bestellen, aber nie geht da jemand ans Telefon! So blöd! Ich werde berichten... Oh! Ich hab's gerade noch mal probiert und es hat geklappt! Ich habe ein Ticket für Samstag bekommen! Juhu.

Trotzdem hoffe ich doch sehr, dass ich jetzt wenigstens viele tröstende eMails kriege, denn das mit der Snookerniederlage ist wirklich ein schwerer Schlag für mich. Grrrr....

1 Kommentar 22.4.08 15:59, kommentieren

Irene in Sheffield

Gestern war es nun tatsächlich so weit! Nachdem ich noch brav zu meiner ersten Stunde gegangen war, machte ich mich um 9.30h auf den Weg zum Bahnhof und fuhr erst mal nach Birmingham und von da weiter nach Sheffield. Der Zug verspätete sich um 20 Minuten, da er wegen eines anderen Zugs, der Probleme hatte, viel langsamer fahren musste.
Ich kam aber trotzdem noch rechtzeitig an, nahm mir ein Taxi, das mich zum Crucible Theatre brachte, DEM Crucible! Es goss natürlich gerade in Strömen, so dass ich nicht zu lange in Ehrfurcht erstarren konnte und recht schnell hineinging. Nach der Ticketkontrolle fand ich bald „meine“ Tür (Green Door) und wartete davor bis zum Einlass. Dabei unterhielt ich mich mit einem englischen Geschichtsstudiumsabbrecher, der jetzt bei McDonald's in Sheffield jobbt und schon mal in Frankfurt bei einem Eintrachtspiel und in Wacken (Metal-Festival) war! Leider saßen wir ziemlich weit voneinander entfernt, so dass ich das Gespräch nicht vertiefen konnte. Stattdessen saß ich neben einem sehr alten Herrn und seinem Sohn aus Cambridge auf der einen Seite und einem totalen Proll auf der anderen Seite, der zwar Anzug trug, aber sonst ziemlich nervig war. (Beispiel: Beim Snooker soll man ja schön leise sein und dieser gute Mann kritisierte zwar Leute, die hinter ihm mit einem Strohhalm Wasser tranken, klatschte und quatschte aber selbst in den unmöglichsten Momenten.) Zum Glück ging er zwischendurch mal weg und die letzten 2 Frames setzte er sich woanders hin. Thank God!

Nun aber mal zum Spiel: Da ja leider mein Favorit schon ausgeschieden war, sah ich wie erwartet Mark King gegen Peter Ebdon, aber wenigstens spielte am zweiten Tisch einer meiner Lieblingsspieler crazy Ronnie O'Sullivan UND dort war der Schiedsrichter auch noch Jan Verhaas (den meine Mutter und ich sehr mögen *g*). Im midsession interval ging ich daher auch rüber auf die andere Seite, um das Ende des anderes Spiels mit zu verfolgen. So aufregend!
„Mein“ match war eher durch taktisches Spiel bestimmt und für 8 Frames brauchten die beiden Spieler 4 Stunden! Wahnsinn... Ich schaute so ab 17.30h schon recht nervös auf die Uhr, aber netterweise nahm sich ein freundlicher Mann Ende 30, der schräg vor mir saß und mit dem ich mich in den Pausen stets unterhalten hatte, meiner an und zeigte mir persönlich den Weg zum Bahnhof. So kam ich noch rechtzeitig zu meinem Zug. Er wollte mich allerdings am liebsten behalten – so mein Eindruck, nachdem er mich zum Abschied umarmt und mit Handküssen versehen hatte. Oh Mann...

Insgesamt bin ich total happy, dass ich mich allein in die Snookerstadt Sheffield getraut habe. Wie ich ja im letzten Eintrag erwähnt hatte, hätte es natürlich noch viel toller sein können, wenn ich meinen Lieblingsspieler hätte live erleben können, aber auch so war es ein unglaubliches Erlebnis! Es ist einfach total surreal, plötzlich DA ZU SEIN an einem unter Snookerfans dermaßen bekannten Ort und diese Sportler wirklich richtig echt zu sehen. So cool!

Als ich um 20.30h zurück in Rugby war, schloss ich mich noch Lauras Geburtstagsgästen an, die in einem Restaurant dinierten und anschließend noch ins Merchant's umsiedelten. Laura ist am 24.4. 24 geworden. *g* Ich unterhielt mich die meiste Zeit mit ihr, Sophie und Maurizio, Marie, Max, Marco und Andrew und es war superschön, zum Ausklang meines aufregenden Tages noch so viele nette Leute zu treffen. Da ich erst um 1 Uhr ins Bett kam, bin ich heute schon den ganzen Tag sehr müde. Trotzdem werde ich wahrscheinlich heute Abend noch ne DVD anschauen. Ich hab mir vorhin zwei Stück ausgeliehen (nachdem ich zuletzt „The Merchant of Venice“ angesehen hatte, eine Shakespeare-Verfilmung von 2004 mit den super Schauspielern Al Pacino, Jeremy Irons und Joseph Fiennes). Also heute Abend werde ich mir entweder „The Painted Veil“ oder „Atonement“ (im Deutschen: Abbitte) anschauen. Vor Letzterem hatte ich mich die ganze Zeit gedrückt, weil ich schon weiß, dass es kein Happy End geben wird, aber da die Kritiken sagen „As close to perfect as a movie can get“, habe ich ihn mir nun doch mal mitgenommen...

Na toll, jetzt wollte ich das hier schön bloggen und nun ist mal wieder myblog.de geblockt! Zum Kotzen aber auch diese blöde Internetkontrolle hier.

Zum Abschluss noch für alle Nicht-Fans:

Was ist eigentlich Snooker?
Snooker ist eine Variante des Sports Billard und wird mit speziellen Queues auf einem Snookertisch gespielt (Maße des Tisches: 3,556m × 1,778m, jeweils +/-13 mm, Höhe: zwischen 0,851m und 0,876m, Gewicht bis zu 1500kg).
Spielprinzip: 15 rote und sechs andersfarbige Kugeln mit der weißen Kugel nach bestimmten Regeln in die Taschen versenken.
Der Name Snooker bezieht sich auf eine „Snooker“ genannte Spielsituation, in der ein Spieler eine Kugel, die er laut Regeln anspielen müsste, nicht auf direktem Wege in vollem Umfang anspielen kann und so zu einer schwierigeren Lösung gezwungen ist (er wurde gesnookert). Das Wort snooker hat aus dieser Bedeutung heraus auch im übertragenen Sinne Eingang in die englische Sprache gefunden (to snooker somebody: jemanden sperren, behindern).
Snooker hat verglichen mit anderen populären Formen des Billard einen höheren technischen Schwierigkeitsgrad und stellt größere Anforderungen an die spieltaktischen Fähigkeiten der Spieler.

Snooker gilt als „gentlemen’s sport“, da hier mehr als bei anderen Billardvarianten auf Contenance, Stil und die Einhaltung der Etikette Wert gelegt wird. Bei den meisten großen Turnieren ist außerdem förmliche Kleidung mit Hemd, Weste und Fliege vorgeschrieben (Dresscode).
Die WM ist im Snooker DAS Turnier des Jahres, so etwa wie Wimbledon im Tennis – eben unheimlich bedeutend! Sie findet immer in Sheffield im Crucible Theatre statt. Das Crucible wird auch als „Kathedrale des Snookersports“ bezeichnet, da die Atmosphäre einzigartig ist.

1 Kommentar 26.4.08 20:02, kommentieren

Die Northampton Saints, ihr letztes Saisonspiel und ich

Wochenende ist toll! Und es wurde wieder mal Zeit, etwas zu unternehmen.
Nachdem ich am Morgen ein intensives Gespräch mit Marie gehabt hatte, bei dem wir uns über die neuesten Internetbeschränkungen in der Schule und über Marias Faulheit aufgeregt hatten, musste ich mich total beeilen, um meinen Zug nach Northampton zu bekommen. So schnell bin ich noch nie zum Bahnhof gehetzt, glaub ich...

Praktischerweise sah ich im Zug schon jemanden im Trikot der Northampton Saints, des Rugby Clubs, zu dessen Spiel ich wollte. Es war das letzte Spiel der Saison. Ich folgte einfach diesem Fan und je näher ich dem Stadion „Franklin's Gardens“ kam, desto mehr Leuten in grün-schwarz-goldenen Farben begegnete ich. In meinem roten Pulli kam ich mir schon ein bisschen komisch vor..., aber es war viel zu heiß, um meine schwarze Jacke weiter zu tragen. Ich hatte das Wetter echt unterschätzt, es war soo heiß!

Natürlich befand sich mein Platz mitten in der Sonne, die mir dann auch die folgenden zweieinhalb Stunden ordentlich auf die Birne brannte. Das Spiel war aber absolut genial. So langsam verstehe ich auch endlich die Regeln!
Die Saints spielten gegen die Cornish All Blacks aus Launceston, den Tabellenletzten. Daher war das Spiel auch ziemlich einseitig, für mich aber sehr schön, da ich beim Beifall und Anfeuern von etwa 13000 anderen Anwesenden im Stadion das perfekte Gänsehautfeeling hatte. Die Northampton Saints gewannen 81 zu 0!

Der Club hat diese Saison in der National Division One der Rugby Union gespielt; das ist die zweitoberste Liga in England. Da der Verein dieses Jahr Meister geworden ist, werden die Saints in der kommenden Saison in der 1. Rugby Liga spielen, der Guinness Premiership. Nach dem gestrigen Spiel wurde der Pokal für die Meisterschaft überreicht und es gab natürlich eine Ehrenrunde der Spieler usw. – total cool, gerade wenn ich mal da bin.
Als Neu-Fan habe ich übrigens als meine Lieblingsspieler die Nr 18 und die Nr 12 erkoren (die Namen sind mir gerade entfallen, aber die spielen beim Rugby-Anschauen ja auch keine große Rolle....). *g*

Nach meiner Rückkehr ins alltägliche Rugby stellte ich fest, dass ich voll den Sonnenbrand im Gesicht und am Hals hatte, super... Obwohl ich mich fett mit Creme eingeschmiert habe, könnte man mich auch heute noch fast mit einer Tomate verwechseln. Na ja, so schlimm ist es auch nicht, aber für meine Verhältnisse habe ich schrecklich viel „Farbe“, wäh! Ich will meinen Porzellan-plus-Sommersprossen-Teint zurück!
Zur Entspannung habe ich gestern Abend ein bisschen Snooker geschaut und dauernd gedacht „Wow, cool, DA bist du schon gewesen!“, hihi.
Heute Mittag war ich in Rupert Brooke zum Essen und heute Abend bin ich ja wie üblich on duty in Griffin. Da myblog.de immer noch blockiert ist, werde ich meinen Eintrag wieder an meinen lieben Brudi schicken, damit er ihn nachher für mich hochlädt. An dieser Stelle Danke Bernhard!!!

Bis bald und liebe Grüße!

1 Kommentar 28.4.08 12:34, kommentieren