Lancaster

Am nächsten Morgen machten wir uns gleich nach Frühstück und Auschecken auf den Weg zum Bahnhof – wieder im Regen – und fuhren nach einiger Zeit des Wartens nach Lancaster.

Lancaster ist eine ehemalige, mittelalterliche Hafenstadt (am Fluss Lune) in Lancashire und da wir beide noch nie dort gewesen sind, dachten wir, das ist das richtige Ziel!
Als wir in Lancaster ankamen, regnete es unglaublicherweise nicht; es war nur etwas windig. Wir liefen einfach drauf los und hatten nach 2 Minuten die Priory Abtei und das Castle gefunden. Da die Öffnungszeiten aber verrieten, dass letzteres noch lange auf haben würde, verschoben wir unseren Besuch auf später und gingen erst ins Stadtzentrum.

Dort bummelten wir durch ein paar Geschäfte (ich legte mir natürlich gleich mehrere DVDs zu *g*), wir fanden das Rathaus und die Markthalle, die wir schon auf Postkarten gesehen hatten. Es war herrlich, stress- und regenfrei!
Gegen 15h spazierten wir zurück zum Schloss und nahmen an einer über einstündigen Führung teil, die von einem goldigen, (schwulen,) mit Schmuck „verzierten“, lang-schwarzhaarigen Mittelalter-Gothic-Verschnitt-Typen geleitet wurde, der kleiner war als ich.

Die Führung war erste Klasse! Wir merkten gar nicht, wie schnell die Zeit verging, während wir die Shire Hall mit hunderten von Wappen an den Wänden besichtigten, den noch immer fast täglich genutzten Crown Court, den Grand Jury Room, den Hadrian's Tower, in dem früher Gefangene eingekerkert wurden und in dem wir jetzt alte „Handketten“ heben durften, um zu erfahren, wie schwer sie sind. Wir schauten uns auch alte Gefängniszellen an – in die sich einige Leute der Gruppe einsperren ließen (u.a. die mit einem nervigen Kind), aber leider ließ unser Führer sie nach einigen Minuten wieder raus – sowie den Drop Room, in den früher die Verurteilten direkt vor ihrer Hinrichtung gebracht wurden.

Abschließend muss ich noch festhalten, dass das Schloss gleichzeitig das älteste noch immer betriebene Gefängnis Englands beherbergt. Derzeit gibt es 240 Insassen (allerdings nur Verurteilte für weniger schwere Delikte).

Nach unserer wirklich informativen Tour machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof und fuhren schließlich zurück nach Rugby.

In der WG kochten wir schön und nach dem Essen half mir Mama schon mal mit dem Sortieren und Einpacken meiner Geschenke zum Abschied Anfang Juli.

6.7.08 22:11

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