Heimreise

Ich stand schon vor dem Wecker um 6.40h auf, machte mich fertig, zog mein Bettzeug ab, packte die letzten Sachen zusammen, backte unten Brötchen auf und räumte noch meinen Schrank leer.

Wir beluden das Auto und während die Männer meine zwei größten Taschen auf den Dachgepäckträger würgten und mit einer Plane umschlungen, lief ich zum Briefkasten, um meine letzte Englandpostkarte an Oma einzuwerfen und danach brachte ich meine Hausschlüssel zum Estates Department, wo ich mich bestimmt 10 Minuten lang mit einer der Angestellten, Yvette, unterhielt, die supernett war. Sie gab mir gleich ihre eMailadresse, damit ich ihr mal schreiben kann. So eine aufgeschlossene und energiegeladene Frau – und bisher war sie mir völlig entgangen.
Ich verabschiedete mich und nahm kurz darauf Abschied von Maria und meinem Zuhause der letzten 10 Monate...

Ich habe zwar bewusst immer von „in die WG gehen“ und nicht von „nach Hause gehen“ geschrieben und gesprochen, aber trotzdem war diese Wohnung auch mein Zuhause. *seufz* 
Ich warf einen letzten Blick in mein leeres Zimmer und es fiel mir schon schwer. Maria begleitete uns noch bis zur Türe und dann drehte ich mich erst im Auto noch ein letztes Mal um und warf einen Blick auf „mein“ Haus. Auf Wiedersehen!
Ich werde wieder hierher kommen, aber dann werde ich nur ein Gast und alles wird anders sein.
....

Die Fahrt verlief normal und ich kuschelte mich auf der Rückbank in meine Zebradecke, hörte Musik und wir kamen nur in zwei kleinere Staus, so dass wir sogar zu früh in Dover waren. Wir durften eine frühere Fähre nehmen und so fuhren wir gg 14.15h auf eine P&O ferry und waren eines der letzten Autos. Wir machten es uns auf Sesseln gemütlich, Bernhard und ich schauten mal nach Parfums und nach Pimm's, weil ich doch noch vergessen hatte, mir welchen zu kaufen. Mist. Er war mir aber zu teuer.

Es klappte auch alles bestens mit dem Runterfahren von der Fähre und wir tankten gleich relativ günstig an einer Tankstelle in Frankreich. Es kostete 1,419 € pro Liter Diesel – was ich ja teuer finde, aber Bernhard erzählte mir, dass die Benzin- und Dieselpreise in Deutschland total angestiegen sind und zur Zeit bei 1,52 bis 1,57 Euro liegen! Krass! Für Autos habe ich mich in England nun wirklich nicht interessiert...


 In Frankreich kramte ich meinen Laptop hervor, schrieb Tagebuch, schaute mir Fotos an und hörte Musik über den PC. Wir verfuhren uns irgendwann und landeten IN Brüssel statt daran vorbei zu fahren. Dadurch verloren wir bestimmt ne Stunde. Aber danach lief alles wie es sollte (langsames Auto, immerhin wird Papas Mercedes nächstes Jahr zum Oldtimer *g*) und wir kamen um 3.30h an… *gähn*

10.7.08 04:19

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